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Windows 8 auf ARM-Chips Ja oder nein zu Desktop-Anwendungen

Windows 8 auf ARM-Chips Ja oder nein zu Desktop-Anwendungen

Judith Lungstraß

ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley liest aus einem Beitrag im offiziellen Building Windows 8 Blog heraus, dass Windows 8 auf ARM-Chips nicht nur Metro-Style- sondern auch Desktop-Anwendungen ermöglichen wird. Damit würde Microsoft das kürzlich abgegebene Versprechen einhalten und allen Gerüchten der letzten Monate trotzen.

In dem Artikel Improving power efficiency for applications berichtet Steven Sinofsky, Geschäftsleiter der Windows Division bei Microsoft, über Maßnahmen zum Einsparen von Batterieleistung bei Windows-8-Geräten. Hier redet er unter anderem über sogenannte SoC-Geräte (System-on-a-Chip-Geräte), womit er sich wohl vor allem auf ARM-basierte Tablets und PCs bezieht.

Diese SoC-Geräte werden nur selten ausgeschaltet und treten stattdessen bei laufenden Anwendungen in einen Zustand niedriger Energieleistung ein. Eine Eigenschaft, die große Chancen bietet, können doch E-Mail-Konten immer auf dem aktuellsten Stand bleiben und auch Nachrichten und Anrufe weiterhin empfangen werden.

Problematisch werden könnte dieser Connected-Standby-Modus lediglich für Desktop-Anwendungen, die ja dazu entwickelt wurden, entweder vollen Zugriff auf die vorhandenen System-Ressourcen zu haben oder eben gar keinen. Laut Sinofsky habe Microsoft intensiv daran gearbeitet, den Energieverbrauch auf SoC-Geräten auch für Desktop-Anwendungen zu optimieren. Diese Aussage sieht Foley als Beweis dafür, dass Windows 8 auch auf ARM-Chips verfügbar sein wird. Verständlicherweise - oder warum sonst sollte sich Microsoft Gedanken über dieses Problem machen?

Microsoft hatte bereits im Vorfeld seine Zusage gegeben, für Windows 8 auf ARM-Chips sowohl Metro-Style- als auch Desktop-Anwendungen möglich zu machen. Im Dezember letzten Jahres machten sich jedoch Gerüchte breit, dass Microsoft den Desktop für Windows 8 auf ARM entfernen wolle und alle geplanten Anwendungen Metro-Style-Apps sein müssten. Zu den neusten Vermutungen Foleys hüllt sich Microsoft bislang in Schweigen.

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