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Microsoft im Kampf gegen Cybercrime Botnetz Zeus enttarnt

Judith Lungstraß

Auf der Jagd nach dem berüchtigten Botnetz Zeus haben Microsoft-Mitarbeiter gemeinsam mit US Marshals Bürogebäude in Scranton, Pennsylvania und Lombard, Illinois gestürmt. Dabei wurden Server, auf denen vermutlich das zum Identitätsdiebstahl benutzte Botnetz lief, beschlagnahmt und sichergestellt.

Die Server waren infiziert mit der sogenannten Zeus Malware (PWS:Win32/Zbot), die durch Keylogging Nutzerdaten im Bereich des Online-Banking sammelt. Zeus hat bereits mehr als 13 Millionen Computer infiziert und dadurch einen Schaden von schätzungsweise 477 Millionen US-Dollar angerichtet.

Microsofts Digital Crimes Unit (DCU) hatte nun versucht, dieser Malware auf die Schliche zu kommen. Das Unternehmen hatte gemeinsam mit einigen Nebenklägern aus der finanziellen Welt, namentlich Financial Services - Information Sharing and Analysis Center (FS-ISAC), NACHA - The Electronic Payments Association und Kyrus Tech, Inc., eine zivilrechtliche Klage vor dem US District Court in New York eingereicht. Das Gericht hatte Microsoft die Erlaubnis erteilt, den Kontrollstrukturen des Botnetzes nachzugehen und damit die Razzia in Pennsylvania und Illinois möglich gemacht.

Das folgende Video dokumentiert die Arbeit der Digital Crimes Unit:

Die Beschlagnahmung der Server habe das Zeus-Botnetz zwar stark geschädigt, aber keineswegs komplett lahmgelegt, so Microsoft. Man werde die komplexe Malware-Familie aber auch weiterhin nicht aus den Augen verlieren.

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