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CES Windows für alle Geräte

Lukasz Konieczny

Windows wird überall sein. Diese Botschaft verkündete gestern Steve Ballmer in seiner Keynote auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas, wie Search Engine Land berichtet. Microsoft möchte sein Betriebssystem auf eine breite Palette von TV über Xbox und Smartphone bis hin zum PC erstrecken.

Um die Verbreitung von Windows auf verschiednen Plattformen zu vereinfachen, wird Microsoft den Support auch auf CPUs von ARM ausweiten. Letztere finden gerade in mobilen Endgeräten wegen ihres niedrigen Energiebedarfs Verwendung. Zudem soll Microsoft mit Windows 8 auch System-on-a-Chip (SoC) Architekturen unterstützen.

Doch was genau bedeutet das eigentlich? SoC stellt ein winziges Computersystem dar, in dem alle Computerelemente, die sonst auf einem Motherboard zu finden wären, in einem einzigen Chip integriert sind. Das erlaubt den Einsatz von winzigen aber leistungsfähigen Prozessoren, zum Beispiel in Smartphones. Mit dem Support von SoC für Windows 8 wäre der Weg des Betriebssystems auch auf Kleinstgeräte geebnet.

Die Xbox ernannte Ballmer von einer Spielkonsole zu einem "Entertainment hub", der via Xbox Live Filme, Spiele, Social Media und mehr über die Cloud einbeziehe. Dank der Kinect-Technologie, die es bald für Netflix und Hulu Plus geben wird, kann per Sprachsteuerung nach Filmen oder Musik gesucht werden, ohne den Einsatz eines Controllers, wie Ballmer exemplarisch vorführte.

Kinect sorgt auch dafür, dass den Avataren aus Xbox Live mehr Leben eingehaucht wird. Kinect kann dazu das Gesicht des Users einscannen, damit der Avatar die Mimik des Users originalgetreu imitieren kann. Lacht man selbst, lacht auch der Avatar. Nach 60 Tagen konnte Kinect in den USA über acht Millionen Mal verkauft werden. Auch zu Windows Phone 7 äußerte sich Ballmer. So sei der Marketplace mittlerweile auf eine Größe von 5.500 Apps angewachsen.


Long Zhen stellte mit Surface 2.0 zudem eine neue Version des Multi-Touch-Tisches von Microsoft vor. Dieser ist nun nur noch vier Zoll dick und soll dadurch flexibler eingesetzt werden können.

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