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Akzelerometer Magnetometer und Gyrometer Welche Sensoren Windows 8 zu bieten hat

Judith Lungstraß

Tablets und Smartphones reagieren mittlerweile nicht mehr ausschließlich auf die manuelle Eingabe per Touch, sondern auch auf Veränderungen ihrer Umwelt. Sie stellen sich selbst auf ein verändertes Umgebungslicht ein, nehmen Bewegungen und menschliche Nähe wahr und können erkennen, an welchem Ort der Welt Sie sich gerade befinden. Wie Steven Sinfosky, Geschäftsleiter der Windows Division bei Microsoft, im MSDN-Blog bekannt gibt, hat Microsoft für Windows 8 intensiv an den eingebauten Sensoren gearbeitet. Besonders die neue Kombination von Akzelerometer, Magnetometer und Gyro Sensor soll die Benutzerfreundlichkeit der Windows 8 Tablets verbessern.

Wie schon von früheren Smartphones und Tablets bekannt, wird auch das Display der neuen Windows 8 Tablets mit dem Gerät rotieren und sich automatisch an dessen neue Orientierung anpassen. Dabei gibt es die waagrechte Landscape-Orientierung und das senkrechte Portrait-Format. Das automatische Drehen soll eine natürlichere und intuitivere Nutzung ermöglichen.

Landscape-Format
Landscape-Format

Portrait-Format
Portrait-Format

Damit Anwendungen Bewegungen und Bildschirmrotation überhaupt interpretieren können, wurde Windows 8 mit einem Beschleunigungsmesser, dem sogenannten Akzelerometer, versehen. Genauso wichtig ist jedoch die Fähigkeit des Gerätes, seine jeweilige Orientierung feststellen zu können. Hierzu wurde mit dem Magnetometer die Funktionalität eines Kompasses eingebaut, der wirkende magnetische Kräfte auf drei Achsen messen kann. Um die Empfindlichkeit und Genauigkeit weiter zu erhöhen, wurde zudem der für Smartphone-Plattformen neu entwickelte Gyro Sensor eingebaut. Er misst die winkelförmige Geschwindigkeit auf drei Achsen, kann jedoch keinerlei Aussagen zur Orientierung des Gerätes machen.

Was die verbesserte Sensoren-Aktivität von Windows 8 erst ausmacht, ist die Kombination dieser drei Sensoren, also die Verbindung von Akzelerometer, Magnetometer und dem Gyro Sensor. Durch die Kombination der Daten aller drei Sensoren werden die jeweiligen Schwächen der Einzelsensoren ausgeglichen - die Bedienung der Tablets soll dadurch reaktionsfähiger und flüssiger werden.

Zuerst hatte man angenommen, dass nur einige Spiele diese Sensoren gebrauchen könnten. Beliebt sind Sensorenfunktionen beispielsweise bei Labyrinth-Spielen. Doch mittlerweile hat sich gezeigt, dass jegliche Anwendungen durch eine geschickte Nutzung der Sensoren leichter bedienbar und dadurch für den Nutzer attraktiver werden. Wie man Sensoren in die eigene App einbauen und verwenden kann, zeigt folgendes Tutorial-Video von Channel 9:

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